Paartherapie

„Die Wahrheit beginnt zu zweit“.

 Paartherapie – weil Nähe gelernt sein will

Warum ist ausgerechnet die Beziehung zu den Menschen, die uns am meisten bedeuten, oft die schwierigste in unserem Leben?
Die Antwort ist eigentlich einfach: Weil echte Nähe uns so tief berührt wie nichts anderes. Weil wir uns nirgendwo so sehr zeigen – und nirgendwo so sehr verletzbar sind. Eine Partnerschaft ist meist kein Ort, an dem wir einfach ankommen und uns zurücklehnen können. Sie ist ein lebendiger Prozess, der uns immer wieder herausfordert, uns selbst klarer zu sehen und ehrlicher zu werden – mit uns und miteinander.

Beziehung ist etwas, das wir lernen können

Wir wachsen in einer Kultur auf, die uns beibringt: Eine gute Beziehung sollte einfach funktionieren. Wenn sie es nicht tut, stimmt irgendetwas nicht – mit uns, mit dem anderen oder mit der Verbindung selbst. Diese Haltung ist weit verbreitet, aber sie ist nicht wirklich hilfreich für ein gutes Zusammenleben. 
Denn Partnerschaft, Sexualität und tiefe Zweisamkeit sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind Fähigkeiten – erlernbar, entwickelbar, vertiefbar. Und genau wie wir in keinem anderen Lebensbereich erwarten, ohne Übung und Reflexion wirklich gut zu werden, gilt das auch hier.
Die entscheidende Frage ist nicht: „Haben wir die richtige Person gefunden?“ Die entscheidende Frage ist: „Sind wir bereit, miteinander zu wachsen?“

Der andere ist das Problem?

Viele Paare kommen in die Therapie mit einer stillen Überzeugung: Der andere ist das eigentliche Problem. Wenn er oder sie sich ändern würde, wäre alles besser. Das ist menschlich verständlich – aber es führt in eine Sackgasse.
In meiner Arbeit spreche ich von der „Halbe-Schwein-Regel“: Wenn zwei Menschen freiwillig zusammen sind, trägt jeder genau die Hälfte des gemeinsamen Problems. Nicht mehr, nicht weniger. Und die eigentliche Arbeit beginnt dort, wo wir aufhören, auf den anderen zu zeigen – und anfangen, uns ehrlich mit unserem eigenen Anteil zu beschäftigen.
Das klingt zunächst unbequem. Aber es ist befreiend. Denn es bedeutet: Ich bin nicht hilflos. Ich warte nicht darauf, dass sich der andere verändert, damit ich mich endlich gut fühlen kann. Ich übernehme Verantwortung für mich selbst – und genau das schafft echten Spielraum für Veränderung.
Der Beziehungstherapeut David Schnarch nennt diesen Prozess Differenzierung: die Fähigkeit, in tiefer Verbindung mit dem anderen man selbst zu bleiben. Es ist der Kern einer reifen, lebendigen Partnerschaft.

Auch wenn es noch nicht brennt

Paartherapie ist nicht nur (aber natürlich auch) für Paare in der Krise. Sie ist für alle, die spüren, dass da noch mehr möglich wäre – mehr Offenheit, mehr Lebendigkeit, mehr echte Verbindung. Die Sexualität, die vielleicht schon lange nicht mehr das ausdrückt, was eigentlich da ist. Die Gespräche, die irgendwie nicht mehr in die Tiefe gehen. Das Gefühl, nebeneinander statt miteinander zu leben.
All das sind keine Zeichen des Scheiterns. Es sind Einladungen.

Ich begleite Paare seit vielen Jahren auf diesem Weg – mit Neugier, Offenheit und dem tiefen Glauben daran, dass Beziehung einer der kraftvollsten Orte menschlichen Wachstums ist.

Manchmal brauchen Paare eine längere und intensivere  Paartherapie. Manchmal reicht eine einzelne Sitzung und eine Paarberatung

Wenn sie Interesse haben, dann setzten sie sich gerne mit mir in Verbindung.

Das Honorar beträgt 90 Euro pro Stunde.